Beratung: 0234 - 91 55 6 31 Montag bis Freitag von 9 - 18 Uhr
Wir beraten Sie gerne

Telefonisch erreichen Sie uns Mo. - Fr. von 9 bis 18 Uhr unter +49 (0) 234 - 91 55 6 31 (Ortstarif aus dem dt. Festnetz).

Am Wochenende und an bundesweiten Feiertagen ist das Büro nicht besetzt.

Per E-Mail können Sie uns unter der Adresse kontaktieren.

Oder schreiben Sie uns eine Nachricht über unser Kontaktformular.

Besichtigen Sie das Museum Auschwitz-Birkenau Erfahren Sie alles über die Geschichte des Holocaust und die grausamen Verbrechen des NS-Regimes
  • Über 250.000 Kunden
    vertrauen uns
Auswahl der besten lokalen Anbieter

Auschwitz-Birkenau: Besichtigung & Führungen

4 Angebote gefunden

Krakau
Alle Tickets & Touren

Tipps für den Besuch des ehemaligen KZ Auschwitz-Birkenau

Vor Ihrem Besuch des Museums Auschwitz-Birkenau

Besuch von Auschwitz-Birkenau ist kein Ausflug wie jeder andere. In dem ehemaligen Konzentrationslager in Oświęcim (pol. für Auschwitz) wurden in den Jahren von 1940 – 1945 mehr als 1,5 Millionen Menschen durch die Nationalsozialisten ermordet. Das Staatliche Museum soll als Gedenkstätte an die vielen Opfer des Holocaust erinnern und die Menschen über die Gräueltaten des NS-Regimes aufklären. Bei der Besichtigung des Vernichtungslagers werden Sie mit schockierenden Fakten konfrontiert. Ziel des heutigen Museums ist es alle Fakten offen zu legen und über den Holocaust aufzuklären, denn es darf kein Vergessen geben.

Wann kann man Auschwitz besichtigen?

Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau wird pro Jahr von rund 1,5 Millionen Menschen besucht. In der Hauptsaison von April bis Oktober kann es auf dem Gelände mitunter sehr voll werden, sodass Sie ohne Guide eventuell verpflichtet sind sich einer Führung anzuschließen. In der Nebensaison zwischen Oktober und April kommen weniger Touristen um Oświęcim zu besuchen. Beachten Sie bitte, dass die gewonnenen Eindrücke Sie emotional stark mitnehmen können. Wir empfehlen die Besichtigung des Lagers deshalb an das Ende ihrer Reise nach Auschwitz zu legen.

Öffnungszeiten

Dez - FebrMärAprMaiJun - AugSepOktNov
Mo - So8:00 - 15:00 Uhr08:00 - 16:00 Uhr08:00 - 17:00 Uhr08:00 - 18:00 Uhr 08:00 - 19:0008:00 - 18:00 Uhr08:00 - 17:00 Uhr08:00 - 16:00 Uhr

Ausschließlich am 1. Januar, am 25. Dezember und am Ostersonntag bleibt das Museum Auschwitz-Birkenau geschlossen. Das Gelände kann während der Öffnungszeiten einfach betreten und besichtigt werden, denn der Eintritt für die Besichtigung ist frei. Eine Führung ist aber dringend zu empfehlen.

Ohne Führung durch das Museum

Eine Besichtigung des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau ist zwar ab 15:00 Uhr ohne professionelle Führung möglich. Wir können es aber nicht empfehlen Auschwitz ohne Führung zu besichtigen. Bei einer Führung werden Sie in einer Gruppe von maximal 30 Personen, in Begleitung eines geschulten Museumsführers, über die grausame Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers und das Schicksal der Insassen aufgeklärt. Ohne Führung ist der Besuch des heutigen Museums weniger informativ, da nur ein Guide die Geschichte schildern kann, die sich hier abgespielt hat.

Was Sie in im Museum Auschwitz-Birkenau sehen werden

Zu Beginn der Führung durchschreiten Sie, wie die damaligen Inhaftierten, das eiserne Eingangstor des KZs über dessen Tor noch heute der verhöhnende Schriftzug „Arbeit macht frei“ prangt. Im Verlauf der Tour besichtigen Sie das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz (Auschwitz I) in Oświęcim, welches auch als Stammlager bezeichnet wurde, das Gelände des (eigentlichen) Vernichtungslagers Birkenau (Auschwitz II) in Brzezinka, sowie die Bahn-Nebenrampe zwischen dem Stammlager und dem Vernichtungslagern Auschwitz und Birkenau, die als sogenannte „Entladestation“ diente. Die Wege zwischen den einzelnen Stationen legen Sie zu Fuß oder per kostenlosem Shuttlebus zurück.

Wie komme ich von Krakau nach Auschwitz?

Die Anreise von Krakau nach Auschwitz-Birkenau ist auf eigene Faust möglich. Mit den öffentlichen Straßenbahnen und dem Bus (ohne ICE) ab Krakau sind Sie bis zu drei Stunden unterwegs. Einfacher ist es bereits vorab eine Führung inklusive Bus-Transfer zu buchen. Mit dem Transfer fahren Sie ab Krakau ca. 1,5 Stunden. Während der Fahrt wird Ihnen ein fachkundiger Reiseleiter bereits erste Informationen zur Holocaust-Gedenkstätte geben und Sie mit viel Einfühlungsvermögen auf die kommende Führung durch das ehemalige KZ Auschwitz vorbereiten.

Kosten & Eintritt

Der Eintritt in das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau und die Besichtigung ist kostenlos. Die Führungen kosten jedoch - je nach Art und Dauer der Führung - ab 10,00€ pro vollzahlender Person. Beachten Sie bitte, dass Sie sich während der Hauptsaison aufgrund des hohen Besucherandrangs einer Führung anschließen müssen. Wichtig zu wissen: Um die Stille an diesem Ort und den Respekt gegenüber den Ermordeten zu gewährleisten, werden jegliche Führungen auf Kopfhörer übertragen, die Sie gegen eine Gebühr ausleihen können.

3 historische Fakten über das staatliche Museum Auschwitz-Birkenau

Auschwitz-Birkenau war, in der Zeit des 2. Weltkrieges, das größte Menschenvernichtungslager der Nationalsozialisten. In den Jahren von 1940 – 1945 wurden an diesem Ort mehr als 1,5 Millionen Menschen brutal ermordet, darunter etwa eine Million Menschen jüdischen Glaubens. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Museum, das 1979 unter dem Namen „Auschwitz-Birkenau – deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940–1945)“ zum UNESCO - Weltkulturerbe erklärt wurde.

1. Die Entstehung des Konzentrationslagers

Im Jahr 1940 wurde das KZ Auschwitz I, auch Stammlager, als Verwaltungszentrum des Lagerkomplexes errichtet. Im Jahr 1941 folgte das Konzentrationslager Auschwitz II, auch Auschwitz-Birkenau, das als Arbeits- und Vernichtungslager mit insgesamt sechs Gaskammern und vier Krematorien fungierte. Im Sommer 1941 wurde der Beschluss zur „Endlösung der Judenfrage“ von Adolf Hitler befohlen, dessen Ziel die Vernichtung des europäischen Judentums war. Infolge des Beschlusses wurden über 1,5 Millionen Menschen, darunter etwa eine Millionen Juden, in den Gaskammern und anderen Einrichtungen des Vernichtungslagers ermordet, in den Krematorien verbrannt und in Massengräbern verscharrt.

2. Todesmärsche und Befreiung

Als sich der 2. Weltkrieg in der Schlussphase befand und die Rote Armee bereits viele von der Wehrmacht besetzte Bereiche zurückerobert hatte, beschlossen die SS-Wachmannschaften die an den Grenzen gelegenen Lager aufzulösen und die Insassen zu „evakuieren“. Im Zeitraum vom 17. Januar 1945 bis zum 23. Januar wurden rund 60.000 in Auschwitz Inhaftierte auf die sogenannten Todesmärsche, nach Westen und ins Zentrum des deutschen Reiches, geschickt. Die meisten Menschen starben hierbei an Erschöpfung oder wurden von den Aufsehern erschossen. Etwa 7.500 Häftlinge, die zu krank oder zu schwach für die Todesmärsche waren, wurden in den Baracken von Auschwitz - unversorgt - zurückgelassen. Mehr als 300 Menschen wurden kurzerhand noch auf dem Gelände erschossen. Es wird spekuliert, dass die Vernichtungsaktion nur durch das rasche Vorrücken der Roten Armee unterbrochen wurde, die das Vernichtungslager am 27. Januar befreite. Wenige Tage später wurde die Weltöffentlichkeit über die Gräueltaten der Nazis informiert.

3. Einrichtung des Museums und der Gedenkstätte

Im Jahr 1947, nach dem Ende des 2. Weltkrieges, entschied das polnische Parlament, die Konzentrationslager Auschwitz I und Auschwitz II zu einer Gedenkstätte mit Museum umzugestalten. Die ehemaligen Vernichtungsanlagen wurden 1979 in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen und seitdem unter der offiziellen Bezeichnung Auschwitz-Birkenau – deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager geführt. Aufgrund der besonderen Bedeutung dieser ehemaligen Lager wurde ein Mahn-Text von der Kommission verabschiedet, der wie folgt lautet:

„Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit. Hier ermordeten die Nazis über anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder. Die meisten waren Juden aus verschiedenen Ländern Europas.“

Heute kann dieser Ort, der eine Vielzahl von originalen Exponaten beherbergt, von allen Menschen dieser Welt besucht werden. Neben den Exponaten wird, stellvertretend für alle Ermordeten, die schicksalhafte Geschichte einiger Insassen erzählt und so die Erinnerung an die barbarischen Taten der Nazis aufrechterhalten. Denn, wie einer der letzten lebenden Zeitzeugen treffend feststellte: „Das Schlimmste ist das Vergessen“.

Beliebte Sehenswürdigkeiten in Krakau
Reisedaten